Sonntag, 7. September 2008

Der Wienerwald

Geologisch betrachtet ist der Wienerwald kein Mittelgebirge, sondern ein Ausläufer der Alpen. Von den Höhenmetern her (der höchste Berg – der Schöpfl - ist 893 Meter hoch) liegt der Wienerwald irgendwo zwischen Spessart und Südtirol, die Vegetation (oft Buchen- und Eichenmischwälder) lässt sich eher einem Mittelgebirge zuordnen. Hingegen erinnern viele Namen, an denen ich heute vorbeigeradelt bin – Sophienalpe, Franz-Karl-Fernsicht, Mostalm, Riedanleitner Jausenstation – eher an die „richtigen“ Alpen. So manche Fernsicht mit „richtigen“ Alpengipfeln können die meisten Mittelgebirge ebenfalls nicht bieten.

Aber völlig egal, ob Mittel- oder Hochgebirge: die Radtour durch den Wienerwald war auf jeden Fall genial! Immerhin etwa 1200 Höhenmeter habe ich bewältigt, die meisten davon auf anstrengenden Schotterwegen. Von der Haustür bis zur ersten Serpentine war ich übrigens nur eine halbe Stunde unterwegs – das macht Lust auf mehr.

Nach der Tour musste ich mich erst einmal mit kalter Dusche, Spaghetti und Pesto wieder aufpäppeln, um den Abend auf dem Donauinselfest verbringen zu können. Normalerweise Ende Juli, aufgrund der EM dieses Jahr Anfang September wird die Insel drei Tage lang zur Partymeile, eine große Zahl von Events und Bühnen locken jeden Tag etwa eine Million Besucher (!) an. Wie Fanmeile, nur noch viel größer. Wir haben unter anderem die Leningrad Cowboys und Kettcar genossen (Höhepunkt der Stimmung war aber die Verkündung des Sieges von Österreich gegen Frankreich). So muss sich ein gelungener Samstagabend anfühlen!





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